Unsere Online-Angebote reichen von einmaligen Vorträgen mit Diskussionsrunden über Gesundheitskurse bis hin zu abschlussbezogenen kaufmännischen Kursen, die über mehrere Wochen reichen. Mit welchen Plattformen oder Tools wir jeweils arbeiten, finden Sie in den Details der Kurse.

Die Barbaren sind die anderen. Wie ein Denkmuster Geschichte prägt. - 2223E1112 Diesen Kurs haben wir neu in unser Programm aufgenommen. Dieser Kurs findet online statt. Sie können Ihn bequem von zuhause aus besuchen!

Schon in der Antike haben Menschen andere als Barbaren abgewertet, um sich selbst aufzuwerten. Der Barbar war in der Regel der negative Gegenentwurf zum zivilisierten und kultivierten Hellenen oder Römer. Die sogenannten Barbaren waren in ihren Augen all das, was sie selbst in ihrer Eigenwahrnehmung nicht waren: wild, grausam, gesetzlos, verschlagen, maßlos, triebhaft, dumm usw. Nur in wenigen Fällen wurde der Barbar als Folie für Idealisierungen verwendet, beispielsweise um dekadente Tendenzen in der eigenen Gesellschaft zu markieren. Dann war der Barbar genügsam, einfach, unverdorben, gerecht, ehrlich oder fromm. Diese Zuschreibungen erinnern an das Bild des "edlen Wilden", das sich auch später in der Zeit von Sklaverei und Kolonialismus wiederfinden sollte. Und auch heute funktionieren diese Mechanismen bei der Zuschreibung von Eigen- und Fremdidentitäten. Der Althistoriker Mischa Meier geht der Frage nach, wie Identitätskonzepte historisch entstanden sind, wozu sie mit welchen Folgen für die Betroffenen eingesetzt und wie diese Konzepte weitergeführt wurden.
Termin: Mittwoch, 16.11.2022,
19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Anmeldeschluss: 15.11.2022
Kursdauer: 2 UE, 1 Termin
Kosten: Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Dozent:
Prof. Mischa Meier
Beruf: Autor, Historiker
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